Home-Office: Ein weiteres Zimmer beim Immobilienkauf lohnt sich

Die aktuellen Vorsichtsmaßnahmen zur Verhinderung der Ausbreitung von Covid-19 verändern derzeit die Arbeitswelt. Durch die Kontaktsperren kam es zu einem sprunghaften Anstieg des Anteils jener Arbeitnehmer, die von Zuhause statt vom Büro aus arbeiten. Eine Wohnung mit separatem Arbeitszimmer ist nun erstrebenswerter denn je – und kann sogar preisliche und steuerliche Vorteile bieten.

  • Corona-Pandemie führt zu sprunghaftem Anstieg von Work from Home
  • Einrichtung eines eigenen Arbeitszimmers bietet Vorteile
  • Mehrkosten beim Kauf eines weiteren Zimmers vergleichsweise gering
  • Steuerliche Vorteile können in der nahen Zukunft wachsen
Durchschnittliche Mehrkosten pro Zimmer mehr in einer Neubauwohnung

Bereits 2019 hat das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung erhoben, dass zirka 40 Prozent der Beschäftigten von zu Hause aus arbeiten könnten. Blickt man zum Vergleich auf das Jahr 2018 sind die reellen Zahlen vergleichsweise gering: Nur rund 12 Prozent der Erwerbstätigen in Deutschland arbeiten tatsächlich täglich oder mindestens die Hälfte der Arbeitszeit von zu Hause. Diese Zahlen haben sich durch die Corona bedingten Kontaktsperren deutlich erhöht.

Viele Arbeitnehmer und Arbeitgeber sind gezwungen, ‚Work from Home‘ zu betreiben und für die, die im Home-Office (also mit eingerichtetem Arbeitsplatz) arbeiten, funktioniert dies auch gut. Es ist aktuell nicht davon auszugehen, dass der Anteil jener, die von Zuhause aus arbeiten, auf Vor-Corona-Niveau zurückgehen wird – auch nicht, wenn die Krise vorbei ist. McCourt vermutet: „Der Wunsch nach einem abgetrennten Home-Office ist bestimmt in den letzten Wochen bei vielen Beschäftigten gewachsen.“

4 Zimmer können preislich attraktiver sein als 3 Zimmer

Ein Extra-Raum ergibt jedoch nicht nur zum Arbeiten, sondern auch für die Familienplanung Sinn. Gerade junge Paare stellen sich die Frage: Soll es die 3-Zimmer- oder doch besser gleich 4-Zimmerwohnung sein? Till McCourt, Head of Research der Ziegert Group, hat die aktuellen Durchschnittspreise von 3-Zimmer- und 4-Zimmereigentumswohnungen (Neubau) in Berlin verglichen und kommt zu einem interessanten Ergebnis: „Das zusätzliche vierte Zimmer kostet im Schnitt im Segment Neubau-Erstbezug rund 75.000 Euro mehr, dafür gibt es auch gleich ca. 19 Quadratmeter mehr Wohnfläche dazu. Somit sinkt in diesem Fall der durchschnittliche Quadratmeterpreis um rund 465 Euro.“ Eine Investition in ein Zimmer mehr kann sich somit auch preislich lohnen.

Steuerliche Vorteile für das Arbeitszimmer

Das eigene Home-Office muss nicht unbedingt zu mehr Kosten führen, denn es gibt Möglichkeiten, unter bestimmten Voraussetzungen den Arbeitsplatz im eigenen Heim steuerlich geltend zu machen. Aktuell sind die Optionen noch sehr eingeschränkt: „Derzeit ist es möglich, die Kosten für ein häusliches Arbeitszimmer als Werbungskosten beziehungsweise als Betriebsausgaben abzuziehen, aber nur dann, wenn für die berufliche Büroarbeit kein anderer Arbeitsplatz zur Verfügung steht“, erklärt Uwe Kämpf, Steuerberater bei der Berliner Kanzlei Spek&Kämpf.

„Die Beschränkung gilt nicht, wenn das häusliche Arbeitszimmer den Mittelpunkt der gesamten beruflichen Tätigkeit bildet. Die Kosten für ein häusliches Arbeitszimmer können dann unbeschränkt abgezogen werden.“ Kämpf glaubt, dass die Corona-Pandemie diese Entwicklungen noch weiter voranbringen könnte: „Durch den Vorschlag des Bundesarbeitsministers Hubertus Heil kann das Recht auf Home-Office ein fester Bestandteil des gängigen Arbeitsrechtes werden. Dadurch werden die Möglichkeiten, die Kosten für ein Home-Office steuerlich geltend zu machen, möglicherweise ausgeweitet.“

Der Wunsch nach mehr Zimmern wird sich weiter verstärken

Bei vielen Menschen hat die Corona-Krise das Bedürfnis nach mehr Entfaltungsraum, nach einem attraktiven Rückzugsort verstärkt. „Der Wunsch nach flexiblen Grundrissen und einer höheren Anzahl an Zimmern, der sich in den jüngsten Jahren bereits als Trend auf der Nachfrageseite herauskristallisierte, wird sich weiter verstärken, aber die potenziell steigende Nachfrage nach Neubau-Eigentumswohnungen trifft weiterhin auf ein geringer werdendes Angebot“, betont Till McCourt. „Lag der Anteil der 4-Zimmerwohnungen 2012 an allen Neubau-Eigentumswohnungsangeboten noch bei 30 Prozent, waren es 2019 nur noch 24 Prozent. Daraus könnte sich auch für Kapitalanleger eine interessante Investmentoption ergeben.“

Pressekontakt:
Kaya Michaela Müssig - Interim Head of Corporate Communications Kaya Michaela Müssig Interim Head of Corporate Communications presse@ziegert-group.com +49 30 880 353-500

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